Tennisbälle im Test

Tennis wurden von Mönchen erfunden und zu dieser Zeit mit den Händen und einem Ball aus Stoff gespielt. Den Tennisball aus Gummi und Filz gibt es seit ca. 150 Jahren.

Warum sind Tennisbälle mit Filz überzogen?

Das ist ganz einfach. Schon mal Squash gespielt? Dieser Ball ist aus Gummi, aber ohne Filz und fliegt sehr schnell. Durch den Filz des Tennisballs wird der Ball im Flug durch den Luftwiederstand gebremst. Außerdem springt der Tennisball beim Aufsprung auf den Boden von dem Punkt ab auf dem er aufgekommen ist. Denn der Filz sorgt dafür, dass der Ball auf dem Boden gebremst wird. Das offensichtlichste ist natürlich, dass der Fliz erst dafür sorgt, dass Topspin und Slice enstehen kann.

Die Umdrehungen

Die Anzahl der Umdrehungen beeinflusst das Absprungverhalten des Tennisballs beim Absprung. Rafael Nadals Verhandschläge haben bis zu 5.000 Umdrehungen pro Minute.

Bewege sich das Racket bei der Vorhand etwa in einem 30-Grad-Winkel aufwärts, schwinge es beim Slice grob geschätzt in einem 50-Grad-Winkel abwärts. Daher die deutlich höheren Umdrehungen beim Slice.

Tennisbälle im Test

Die Wirkung des Magnuseffektes (hier sehr gut erklärt) ist beim Topspin eine andere als beim Slice. Beim Topspin wird ein Unterdruck unterhalb des Balles erzeugt, was für Abtrieb sorgt. Der Abtrieb liegt bei typischen Fallgeschwindigkeiten von einigen m/s in der Größenordnung des Luftwiderstandes. Deshalb auch der starke Bogen beim Topspin. Der Ball fällt also bei gleicher Anfangshöhe schneller und springt deshalb auch höher ab. Zusätzlich wird ein Teil der Rotationsenenergie beim Auftreffen des Balles (Stoß) in Lageenergie (Höhe) umgewandelt, ein anderer Teil natürlich in Geschwindigkeit nach vorn.

Beim Slice wird ein Auftrieb erzeugt, Unterdruck oberhalb des Balles. Der Ball fällt bei gleicher Anfangshöhe langsamer, weshalb auch flache Slicebälle öfter mal im Aus landen. Die Flugbahn ist eher gerade, weil der Auftrieb der Erdbeschleunigung entgegenwirkt.

Rein von den Umdrehungen des Tennisballs gesehen, springt Ball bei einem Slice am höchsten und bei einem Topspin am niedrigsten ab. Das ist damit zu erklären, dass der Ausfallswinkel gleich dem Einfallswinkel ist. Der Slice landet mit einem falchen Einfallswinkel. Beim Top fliegt der Tennisball in hohem Bogen. Das ist Result ist, dass der Topspinschlag zu einem hoher Absprung führt und der Slice zu einem flachen.

 

Der Test und meine unabhängige Meinung

Dunlop Fort Tournament (Für die Profis)

Ganz kurz gesagt: Der teuerste, aber auch beste Tennisball. Sehr langlebig, d.h. der Druckverlust ist gering und es lassen sich viele Stunde damit sehr gut spielen. Der Vorteil bei dem Fort Tournament ist die lange konstant hohe Spielbarkeit. Der Ball hält gut was aus. Der Filz hat eine hohe Qualität, so dass auch nach einigen Stunden der Dunlop den Topspin sehr gut annimmt. Leider sind die Preise online im Bereich von 14 € immer noch ziemlich hoch. Es gibt auch günstigere Angebot, aber die sind immer plus 4,95 € Versandkosten…. Im stationären Handel kostet der Dunlop ca. 17 €. Bei Tennispoint kostet 1 Dose mit 4 Bällen zur Zeit 13,90 € → Link* (Stand 01.05.2017).

Zusammenfassung:
+Lange Spielbarkeit
+Geringer Druckverlust
+Sehr gutes Material
-Preis

Warum bis zu 17 € ausgeben, wenn es gute Tennisbälle bereits für 6-7 € gibt? Gute Frage! Einfache Antwort: Für Nicht-Profis wahrscheinlich keinen.

Wilson US Open (Testsieger)

Tennisbälle Test US Open Wilson

Die Wilson US Open sind super! Absprungverhalten und Spielbarkeit sind lange Zeit sehr gut.

Zusammenfassung:
+Lange Spielbarkeit
+Geringer Druckverlust
+Gutes Material
+Preis

Wahrscheinlich ist auf die Dauer gesehen beim Dunlop der Druckverlust geringer und der Filz qualitativ hochwertiger. Aber dafür bekommt man für den Preis einer Dose Dunlop 3 Dosen der Wilson US Open. Bei Centercourt gibt es 1 Dose mit 4 Bällen für 5,90 € → Link*, bei Tennis-Point für 6,90 € → Link* (Stand 08.10.2017)

Alle weiteren Tennisbälle

Ich habe in meinem “Tennisleben” schon wirklich viele Tennisbälle ausprobiert. Die Wilson US Open sind nicht teuer und wirklich gut. Die Eigenmarke von Tennis point (→ Link*) fand ich noch gut.

Von den Balls unlimited hatte ich mal 3 Dosen gekauft. Eine ist noch zu. Diese hatten mir und meinen Kollegen aber gar nicht gefallen. Warum diese beim Tennis Magazin Testsieger wurden, kann ich mir nicht erklären. Es hatten wirklich mehrere total unabhängig von einander gesagt, dass die Bälle ein merkwürdiges Sprungverhalten haben. Beläge waren Halle mit Granulat und Hardcourt. Günstig sind sie aber (→ Link*). Für den Preis kann man natürlich mal eine Dose testen.

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