Nachbetrachtung Australien Open 2018

Es gab einige sehr gute Spiele und mit dem Eurosport Player für einen Monat konnte ich alle Spiele aus der Nacht am Tag genießen. Man musste nur tagsüber aufpassen keinem „Tennis Verrückten“ über den Weg zu laufen oder Nachrichten zu lesen. Denn wenn man weiß wer gewinnt, fehlt einfach die gesamte Spannung. Für 10 Euro fand ich das ok.

Mit meinem Tipp Roger Federer lag ich, wie wahrscheinlich einige andere, richtig. Cilic hätte ich nicht im Finale erwartet. Er blieb irgendwie unter dem Radar. Er soll ja ein netter Kerl sein, aber bisher habe ich seine Matches selten  verfolgt. Seit dem Halbfinale in Nadal  hat er bei mir sehr viele Sympathiewerte  verloren. Wenn ein Gegner aufgibt, sollte man nicht in dieser Art jubeln. Er ist 29 Jahre alt und das geht einfach gar nicht.

Den ersten Satz des Finales habe ich fast nur gehört. Es war ein zu eintöniges Match. Den zweiten Satz hat Cilic sehr überraschend gewonnen. Auf einmal hatte er Satzball. Wie wichtig Federer der 20. Grand Slam war hat man im letzten Satz gesehen. Die Kamera hatte ihn gestört. Er beschwerte sich beim Schiedsrichter, dass er ihn vor den neuen Bällen informieren muss. Auch ärgerte er sich über leichte Fehler. Sehr untypisch für ihn. Das Match wurde eigentlich in den ersten beiden Spielen des 5. Satzes entschieden. Nach dem langen Aufschlagspiel von Federer, das er am Ende gewonnen hatte, war bei Cilic die Luft raus. Es war ein wirklich spannendes Match.

Was war mit meinem Geheimfavoriten Dimitrov los? Er war sehr fit und hatte auch bei der Hitze keine Probleme. Was mir aber extrem aufgefallen ist war der häufig eingesetzte Slice auf der Rückhandseite. Er hat ein sehr gute Rückhand, warum hat er diese so wenig eingesetzt? Sein Match gegen Kyrgios war wirklich sehr spannend. Das Verhalten vom Schiedsrichter war schwach und parteiisch. Das Verhalten von Kyrgios hätte mindestens eine Verwarnung verdient. Von der Körpersprache und dem Spiel von Dimitrov (Slice, schwacher zweiter Aufschlag) schließe ich, dass er kein gutes Selbstvertrauen hat. Das Halbfinale gegen Nadal und auch das gesamte Turnier im letzten Jahr war ganz anders.

A. Zverev war für viele eine Enttäuschung. Ein Grand Slam mit best of five ist ein anderes Turnier. Scheinbar kommt Zverev damit noch nicht gut klar. Schade. Aber die ganzen Leute die auf ihn einprügeln sollten nicht vergessen, dass er erst 20 Jahre alt ist. Er ist also noch extrem jung. Schaut euch mal Federer in diesem Alter an. Wenn er so weiter macht und mit etwas mehr Erfahrung kann er in zwei bis drei Jahren einen Grand Slam gewinnen.

Wer soll Roger Federer bei den Australien Open 2018 schlagen?

Einfach Antwort: Nur er selbst.
 
Er hat von allen Top Favoriten (Nadal, Djokovic) von den Ergebnissen her die aktuell beste Form. Aber vorallem hat er Spielpraxis auf hohem Niveau gesammelt. Djokovic hat 6 Monate nicht mehr bei einem Turnier gespielt und es ist fraglich ob er bei den AO überhaupt antreten kann. Und selbst wenn, glaube ich nicht, dass seine Verletzung am Ellenbogen die Belastung über 2 Wochen auf höchstem Niveau übersteht. Bei Nadal könnte ich mir vorstellen, dass er irgendwann aufgibt oder zu einem Spiel nicht mehr antritt. Sein Knie bereitet ihm weiterhin Probleme.
Sollte Dimitrov dieses Jahr in der gleichen Form wie 2017 sein, wäre er aus meiner Sicht ein Kanditat mindestens für das Halbfinale. Ein vergleichbares Halbfinale wie im letzten Jahr gegen Nadal wäre natürlich ein Traum.
Zwei Kandiaten aus meiner Sicht wären noch Thiem und Zverev. Thiem war letzte Woche krank mit Fieber im Bett und konnte daher bei einem Turnier nicht mehr antreten. Toll wäre es natürlich, weil ich sein Spiel sehr gut finde. Aber möglicherweise fehlen ihm für die AO dann noch noch etwas Spielpraxis. Zverev hat beim Finale des Hopman Cups gezeigt, dass er mit Federer mithalten kann. Aber wie schon ein paar mal in der Vergangenheit war sein Spiel nicht konstant und beim Finale ist er im 2. und 3. Satz komplett eingebrochen. Auch konnte er bei Grand Slams bisher nicht seine volles Leistungspotential zeigen.

Dimitrov wird Ende 2018 auf Platz 1 der ATP Rangliste stehen

Seit seinem Sieg bei den ATP Finals in London ist Dimitrov auf den dritten Platz geklettert. Ende 2016 hatte es sich schon mit einigen wirklichen guten Matches angekündigt und in 2017 bestätigt. Dimitrov hat das Potential Platz 1 zu erreichen. Das Halbfinale bei den Australien Open 2017 gegen Nadal war ein Leckerbissen für alle Tennisfans. 5 extrem enge Sätze mit phänomenalen Ballwechseln. Ich persönlich fand dieses Halbfinale sogar besser als das anschließende Finale. Warum? Weil bei Kontrahenten die ganze Spielzeit ein fast gleiches Niveau hatten. Im Finale hatten Nadal und Federer immer mal kleine Tiefs. Aber das nur am Rande.

Dimitrov wurde schon als ewiges Talent abgeschrieben. Das ist vorbei. Hier sind die aus meiner Sicht dafür sprechenden Gründe für einen Aufstieg auf den Tennisthron.

  1. Selbstvertrauen: Durch seine Siege und sehr guten Matches in 2017 sollte Dimitrov bewusst sein, dass er jeden Gegner besiegen kann.
  2. Motivation: Wer die ATP Finals gewinnt und auf Platz 3 vorrückt der muss für das neue Jahr top motiviert sein. Den ganz großen Erfolg hat Dimitrov bisher noch nicht erreicht. Das ist gut so. Er hat sich kontinuierlich hochgearbeitet und wird jetzt sicherlich alles dafür geben auch einen Grand Slam zu gewinnen.
  3. Punkte: Federer und Nadal müssen 2018 sehr viele Punkte verteidigen. Dimitrov zwar auch, aber nicht in dem Maße wie die beiden Spieler vor ihm in der Rangliste.
  4. Komplettes Spiel: Dimitrov ist ein sehr kompletter Spiele. Er hat keine wirkliche Schwäche. Zudem ist sein Aufschlag sehr gut und bringt ihm schneller Punkte.
  5. Beweglichkeit: Er kann sich nicht ganz so galant wie Federer auf dem Platz bewegen, aber er kommt hier schon nahe dran.
  6. Alter: Dimitrov ist erst 26 Jahre alt. Aber er schon viel Erfahrung auf Tour. Sein ärgsten Gegner sind schon in der „Ü30 Liga“ oder haben weniger Erfahrung wie z.B. Zverev.
  7. Matchhärte: Spätestens seit dem Halbfinale bei den Australien Open sollten jedem klar sein, dass er die Matchhärte für ein 5 Satz Match hat.
  8. Technik: Die Schlagtechnik hat Dimitrov von Federer abgeschaut. Auch hat er schon so geniale Bälle geschlagen die Federer nicht hätte besser machen können.
  9. Verletzungen: Mir ist nicht bekannt, dass Dimitrov auf Grund von einer Verletzung längere Zeit ausgefallen ist. Bei Google finde ich aus 2015 einen Eintragung zu einer Verletzung. Hier kommt ihm natürlich auch sein lockere und flüssige Spielweise entgegen.

 

 

Die richtigen Wahl der Schuhe bei Turnieren in der Halle

Die Hallensaison hat begonnen. Bei Turnieren spielt man oft in einer bisher unbekannten Halle. Bei Böden mit Granulat können die Böden sehr unterschiedlich beim Rutschen sein. Daher empfehle ich immer 2 verschiedene Schuhe dabei zu haben. All Court und Sandplatz. Es gibt Böden auf denen haben All Court Schuhe zu wenig Grip, weshalb man zu viel rutscht. Damit steigt auch die Verletzungsgefahr. Dann am besten die Sandplatz Schuhe anziehen. Denn ein sicherer Halt ist immer besser als zu viel zu rutschen.

Viel Erfolg!

Nadal gewinnt Roland Garros 2017 – Mein Kommentar

Die beiden Kommentatoren bei Eurosport kamen aus den Lobeshymnen und Superlativen gar nicht mehr heraus. Und so war das Spiel von Rafael Nadal im Finale von Roland Garros 2017 auch!
Stan Wawrinka hatte im Turnierverlauf alle seine Matches souverän gewonnen. Nur das Halbfinale dauert über 4 Stunden und war daher natürlich kräftezerrend. Aus meiner Sicht sind die Profis allerdings so fit, dass ein voller Tag Pause zur Regeneration ausreichen sollte. Es waren fast 48 Stunden zwischen dem Ende des Halbfinales und dem Beginn des Finales. Bei der professionellen Betreuung und dem Fitnesslevel war Stan zumindest in den ersten beiden Stunden nicht gehandicapt. Das kann ich mir nicht vorstellen. Allerdings habe ich auch gesehen, dass er im dritten Satz manchmal schon ganz schön pumpen musste. Das lag aber sicherlich auch teilweise an den heißen Temperaturen.

Nach Aussage von Onkel Toni ist der aktuelle Nadal der beste seit 4 bis 5 Jahren. Damit hat er natürlich Druck auf seinen Neffen aufgebaut, aber auch die Konkurrenz eingeschüchtert. Generell ist das Spiel von Nadal sicherer und vor allem kompletter geworden. Mit der Vorhand wurden dieses Jahr alle Gegner wie von einem Tornado immer mehr nach hinten gedrängt. Meisten in die Rückhandecke. Wenn die „Mühle“ (Aussage Boris Becker bei Eurosport) dann einmal lief, war der Punkt in der Regel gelaufen.

Auffällig aus meiner Sicht war das ganze Jahr über schon die Rückhand von Rafa. Diese hat sich sehr verbessert. Der Ball fliegt mit sehr viel Topspin übers Netz oder wird hart mit einem extremen Winkel geschlagen. Ich finde auch, dass Nadal die Vorhand nicht mehr so häufig umläuft wie früher. Er hat jetzt mehr Vertrauen in die Rückhand und spart damit natürlich auch einiges an Kraft.
Soweit ich hier noch Tipps geben darf oder kann: Nadal könnte ab und zu mal einen Stoppball einstreuen. Der Gegner wird durch den extremen Topspin weit nach hinten gedrängt, so dass ein Stopp unerreichbar wäre. Und selbst wenn der Stopp erlaufen wird, kostet das den Gegner viel Kraft. Djokovic streut Stoppbälle immer sehr gut ein. Vielleicht wäre das noch eine Option für Nadal.

Nadals Freundschaft zu Lopez hat auch zu einer Verbesserung seines Spiels geführt. Das sichere Spiel am Netz lässt Nadal häufiger ans Netz gehen und damit ist er auch noch richtig erfolgreich. Das stärkt natürlich das Selbstvertrauen in den Volley und macht sein Spiel noch schwieriger für den Gegner. Denn sobald ein Ball zu kurz kommt, folgen der Angriff und der fast sichere Punkt.
Das Finale hat gezeigt, wie perfektes Sandplatztennis funktioniert. Sehr schade, dass damit die Saison schon wieder vorbei.

Wie geht es jetzt weiter mit Nadal? Er hat gesagt, dass er so lange spielen wird bis es ihm keinen Spaß mehr macht. Vielleicht hört er auch auf, wenn es am schönsten ist. Wenn er 2018 noch mal in dieser außergewöhnlichen Form sein sollte und er Roland Garros erneut gewinnt, könnte ich mir vorstellen, dass er dann abtritt. Sampras hatte es ähnlich mit den US Open gemacht.

Tennisschuhe Test

Die richtigen Tennisschuhe – Auf was ist zu achten

Hier solltet ihr die richtige Wahl treffen und auch Zeit und Geld investieren. Die Schuhe sollten euch gut passen. Der Hacken darf sich nicht bewegen. Außerdem darf der Schuh an den Seiten nicht zu eng sein. Das ist bei mir bei den Addidas Baricade der Fall. Es gibt Schuhe mit unterschiedlichen Sohlen. Abhängig davon auf welchen Belägen ihr spielt, braucht ihr entsprechende Schuhe. Am besten ist es, wenn ihr pro Belag ein Paar Schuhe habt.

Sandplatz

Diese Schuhe haben eine speziellen Sohle („Fischkräten“). Die Schuhe sind auch nur für Sandplätze geeignet. In der Halle mit Granulatboden habt ihr bei Sandplatzschuhe oftmals das Problem, dass ihr dann nicht mehr richtig rutschen könnt. Auch Hardcourtplätzen nutzen sich diese Schuhe ziemlich schnell ab. Speziell bei heißen Temperaturen.

Allcourt

Die Sohle hat eine Sohl mit einem Pfrofil die mit normalen Sportschuhen vergleichbar ist. Auch wenn es Allcourt ist, ist das aus meiner Sicht nicht richtig. Auf Sandplätzen werden ihr damit keinen richtigen Halt haben. Diese Schuhe kann ich nur für Hartcourtplätze empfehlen. Auch in der Halle mit Granulatboden sind diese Schuhe meistens die richtige Wahl.

Halle

Diese Schuhe haben eine glatte Sohle und sind nur für Teppichböden geeignet.

Tipp für Turniere

Wenn ihr im Winter in einer Halle mit Granulat oder Tennis-Force-Sand spielt, solltet ihr eure Allcourt- und Sandplatzschuhe dabei haben. Denn auf beiden Belägen solltet ihr rutschen können, aber dann natürlich nicht zu sehr. Da die Granulatplätze sehr unterschiedlich sind, können die Allcourtplätze zu rutschig sein. Auf der anderen Seite kann es sein, dass ihr mit den Sandplatzschuhen nicht mehr rutschen könnt und praktisch wie auf einem Hardcourtplatz spielt.

Ein weitere Tipp ist, dass ihr euch 2 Paar Schuhe für einen Belag (meistens Sandplatz) kaufen solltet. Meistens hat man 2 Spiele bzw. bei Medemspielen gibt es immer ein Einzel und ein Doppel. Dann ist es sehr angenehm, für das zweite Spiel „frische“ Schuhe anzuziehen. Außerdem nutzen sich die Schuhe dann nicht so schnell ab und ihr könnt sie 2 Saison lang nutzen.

Wann kommen die Schuhe in die Tonne?

Also ich kaufe mir im Herbst oder Winter im Sale neue Schuhe für die kommende Saison. Hardcourt jährlich und Sandplatz alle 2 Jahre. Außer Hallenschuhe, da ich nicht mehr auf Tippich spiele. Das ist vielleicht übertrieben sein, da ich auch nicht sehr schwer bin. Aber ich denke mir auch, dass ich meine Knie und Gelenke nur einmal habe und dafür auch mal 160-180 Euro investieren kann. Besonders bei hohen Temperaturen leidet die Dämpfung unter der Belastung und Tennisschuhe müssen anspruchsvolle Bewegungen aushalten. Die Asics Gel Solution Speed gibt es manchmal schon für 80 Euro zu kaufen. UVP sind 140 Euro.

Wie viel Paar?

Wer mehrmals in der Woche trainiert, sollte sich zwei Paar Tennissschuhe zulegen. Schaut in meinen Tennisschuhe Test und kauft dann gleich zwei Paar. Die Schuhe halten dadurch auch länger. Eure Knie werden es euch auch danken. Die ca. 100 Euro sind gut investiert.

Der Tennisschuhe Test

Um weitere Informationen zu den vorgestellten Schuhe zu bekommen und diese günstig zu kaufen, einfach auf das Bild des Schuhes klicken. Ihr werde dann auf die richtige Amazon website weitergeleitet.

 Nike Vapor 9.5Addidas BaricadeAsics Gel ResolutionAsics Gel-Solution Speed
SohlenSand, AllcourtSand, AllcourtSand, AllcourtSand, Allcourt
ProfiRoger FedererNovak DjokovicGael MonfilsTimm 😉
UVP130 €139,90 €139,90 €149,90 €
PassformNomalNormal, schmal im MittelfußVorderfuß etwas breiterNormal
Gewicht (Größe 44,5)403 gr467 gr434 gr386 gr
PositivTennisschuhe Schnürsystem
Tennisschuhe Feste Schuhkappe
Tennisschuhe Leicht
Tennisschuhe Dämpfung
Tennisschuhe Stabilität
Tennisschuhe Haltbarkeit
Tennisschuhe Bequem
Tennisschuhe Dämpfung
Tennisschuhe Feste Schuhspitze
Tennisschuhe Haltbarkeit Sohle
Tennisschuhe Sehr leicht
Tennisschuhe Haltbarkeit Sohle
NegativTennisschuhe Abnutzung Sohle
Tennisschuhe Empfindlicher Stoff
Tennisschuhe Seitliches Plastik kann drücken
Tennisschuhe Schwer
Tennisschuhe Etwas teuerTennisschuhe Schuhkappe
Tennisschuhe Teuer

Testsieger: Der Asics Gel Solution Speed ist extrem leicht, sehr haltbar und bietet eine gute Stabilität. Preis ca. 100-120 Euro. (→Link zu Tennis-Point)

Preis/Leistungssieger: Der Nike Vapor 9.5 ist ein prima Schuh und ist schon für ca. 90-110 Euro erhältlich. (→Link zu Tennis-Point, hier ist der Schuh im Sale)

 

* Wenn ihr auf den Link oder die Bilder klickt, werdet ihr auf die website von Amazon umgeleitet. Solltet ihr dann eine Saite kaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Der Kaufpreis für euch erhöht sich dadurch nicht. Vielen Dank schon mal für den Support und Wertschätzung meiner Arbeit.

Richtig Aufwärmen und verletzungsfrei Tennis spielen

Das AUFWÄRMEN ist im Tennis ist ein elementarer Bestandteil für eine verletzungsfreies Spiel und sollte vor JEDEM Training und Match durchgeführt werden.

Nicht nur, dass die Muskel, Gelenke und Sehnen „aufgewärmt“ werden, auch der ganze Körper ist startklar für die kommende Belastung. Wer schon mal im Match das Gefühl hatte die Körperspannung fehlt, sollte überlegen ob es möglicherweise am fehlenden oder falschem Aufwärmen lag. Zum Joggen kann man direkt loslaufen. Das geht im Tennis nicht bzw. sollte so nicht praktiziert werden.

Wie läuft ein richtiges Aufwärmen im Tennis ab?

Entwickelt eure eigene Routine. Eine paar Sitesteps an der Seitenlinie. Erst langsam, dann die Beine schneller bewegen, so dass die Waden zu spüren sind. Lockeres laufen für ein paar Meter. Ein „Hampelmann“ oder Seilspring ist auch sehr gut. Dann geht es weiter mit den Bändern. Schaut euch die Übungen der Profis an. Sie machen vom Prinzip her alle die gleichen Übungen. Dazu kommt ein leichtes dynamisches Stretching. Die Betonung liegt auf leicht bzw. locker.

Empfehlung Aufwärmprogramm:

1. Seilspringen 2 Minuten

2. An der Grund- oder Seitenlinie Sidesteps machen. Kurze und lange Schritte im Wechsel. Dazu auch mal den Oberkörper nach links und rechts bewegen.

3. Oberschenkel dynamisch mit einem großen Ausfallschritt dehnen

4. Unterschenkel dynamisch dehnen (Im Stand ein Bein gestreckt von unten nach oben bewegen)

5. Die Beine weit auseinerander (wie bei einem Spagat) stellen und dann den Oberkörper abwechselnd zum recht und linken Fuß bewegen.

6. Hüfte kreisen

7. Beine eng zusammenstellen und dann die Knie kreisen

8. Die Arme nach vorne ausstrecken und im Stand den Oberkörper so weit wie möglich nach hinten drehen, so dass die hinteren Schultermuskeln gedehnt werden.

9. Schulten bewegen (hoch, runter, kreisen etc.). Dies auch ruhig etwas intensiver.

10. Den Tennisschläger mittig (zwischen Griff und Schlägerfläche) mit den ganzen Hand anfassen. Den Arm nach vorne Strecken. Der Tennisschläger ist paralel zu euch. Dreht jetzt den Schläger nach links und rechts. So wir der Arm und speziell der Unterarm aufgewärmt.

11. 3 mal aus der Hock hochspringen

12. Den Gegner weghauen (oder ein gutes Training machen)

Was ist für ein richtiges Warm up im Tennis notwendig?

Ganz wenig!

Warm up TennisWarm up Tennis

Außer einem Band (bzw. Tube) nichts. Der Preis dafür liegt bei ca. 15 Euro und kann bei Amazon gekauft werden. Meine Empfehlung sind die Dittmanns (Nein nicht Dickmanns 🙂 ) mit der Stufe 3 in rot. Die Damen können auch die Stufe 2 verwenden. Kaufen könnt ihr so ein Band bei Amazon (→ LinkWarm up Tennis).

Warm up im Tennis

Ein Trainer sollte auch eine Koordinationsleiter haben. Für das Warm up ist das aber nicht unbedingt notwendig. Eine Koordinationsleiter kosten zwischen 15 und 30 €. Amazon → LinkWarm up Tennis). Ich habe die EZ Trainingsleiter von Wilson (→ Link). Diese lässt sich nämlich auf 2 x 5 m teilen. Das finde ich praktisch, dass diese Koordinationsleiter auch zu Hause nutze. Aber nur 5 m.

Ihr seht, die Investitionskosten sind gering. Die Bänder wie auch die Koordinationsleiter werden wohl auch ein Leben lang halten.

Hier ist das Warm up Programm von Novak Djokovic:

1. (Extrem-) Seilspringen. Genau so wie Djokovic muss sich natürlich nicht jeder „warm“ bzw. platt machen.

2. Dehnen, Bänder nutzen

3. Ganz locker (!!!) Einschlagen. Djokovic bewegt sich fast gar nicht.

Aufwärmprogramm von Rafael Nadal:

Aufwärmprogramm von Serena Williams:

 

Spielbericht Angelique Kerber gewinnt die Australien Open 2016

Angelique Kerber gewinnt die Australien Open 2016

Was für ein spannendes Match zwischen Serena Williams und Angelique Kerber! Sie ist die erste Grand Slam Gewinnern seit Steffi Graf 1999. Durch den Sieg ist „Angie“ sogar auf Platz 2 in der WTA Rangliste aufgestiegen. Klar hatte sich Kerber kontinuierlich verbessert, aber dass sie Anfang 2016 auf Platz 2 in der Rangliste steht, hätten wohl die wenigsten für möglich gehalten.

Im ersten Satz war Williams nicht so gut wie erwartet. Sie haderte mit sich selbst und war einfach unzufrieden mit ihrem Spiel. Sie hat viele Fehler (unforced errors) gemacht. Allerdings waren die 2. Aufschläge von Kerber auch fast immer ein Return Winner für Williams. Aber schon in den ersten Spielen hat man gemerkt, dass „Angie“ dieses Match unbedingt gewinnen wollte. Sie ist deutlich mehr gelaufen und hat auch aus schwierigen Situationen Schläge mit einem super Winkel cross über den Platz geschlagen. Als der erste Satz mit einem Netzroller beendet war, hat Williams wohl auch realisiert, dass es ein hartes Stück Arbeit werden wird, um diese Australien Open 2016 zugewinnen und den 22. Grand Slam Titel zu holen. Damit hätte sie auch mit Steffi Graf gleichgezogen. Aber 3 Möglichkeiten gibt es dieses Jahr noch für sie. Tja und da stand es auf einmal 6:4 für Angelique Kerber. Was für ein Auftakt!

Der 2. Satz war Anfangs ähnlich zum ersten und Kerber holte eine 2:0 Führung. Leider wurde Williams dann deutlich besser. Sie hatte neben dem Power auch etwas mehr Sicherheit und Präzision in den Schlägen und macht daher weniger Fehler. Kerber holte nur noch ein Spiel im 2. Satz und Williams gewann 6:3. Aber dennoch war es ein guter Satz mit vielen Ballwechseln. Im diesem Satz war auch erkennbar, dass Williams den zweiten Aufschlag von Kerber nicht immer direkt attackierte, sondern meistens kraftvoll in die Mitte des Platzes schlug. Was ich besonders imponierend fand war, dass Kerber immer eine gute posive Körperspannung hatte. Auch dann noch, als sie 3 Spiele in Folge verlor. Williams musste um jeden Punkt kämpfen und war immer gezwungen den Punkt zu machen.

Im dritten Satz war das Spiel bei 3:2 (für Kerber) das entscheidende Spiel für das ganze Match. 12 Minuten war die Spieldauer und Kerber hatte 4 (oder 5?) Breakbälle in diesem Spiel. In diesem Spiel zeigte sie beim Breakball auch etwas Nerven und schlug zwei vermeidlich leichte Bälle ins Netz. Sie kämpfte bis zum Umfallen und erlief so gut wie jeden Ball. Aber dann war es geschafft: 4:2! Dann stand es 5:2 und 0:30 bei Aufschlag von Williams. Leider zeigte Williams ihre Klasse und gewann dieses Spiel doch noch souverän. Bei den beiden folgenden Spiele war Kerber vielleicht schon 2-3 Prozent mit dem Kopf nicht mehr ganz beim Spiel, sondern beim Match Gewinn. Und schon stand es 5:4 und Williams hatte Aufschlag. Kerber war voll bei der Sache und lief jedem Ball von Ecke zu Ecke hinter her, so dass Williams erhebliche Probleme hatte, einen Punkt zu beenden. Auf einmal hatte Kerber Matchball. Williams hatte einen 2. Aufschlag und lief nach dem ersten Ballwechsel ans Netz. Der Volley flog ins Aus und Angelique Kerber fiel auf den Boden und verharrte dort ein paar Sekunden.

Williams wartete nicht am Netz, sondern ging zu Kerber auf die Platzseite und beglückwünschte sie. Das hatte Angelique Kerber auch verdient. Aber auch während er Siegerehrung zeigte sich Serena Williams als äußert fairer Sports-„Mann“ und fairer Verlierer.

Glückwunsch Angelique Kerber. Wir hoffen, dass diesem Grand Slam noch ein paar Titel folgen werden und vorallem noch so ein paar spannende Matches angeschaut werden können.